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Triumph Sidecar - Die Bremse

Die für den serienmäßigen Strassenbetrieb verbaute Halbnabenbremmse konnte schon in den 1950er Jahren nicht für die nötige Verzögerung im Rennbetrieb sorgen. So wurden zwei Halbnabenbremsen auf einer selbstgefertigten Nabe verschraubt und in die serienmäßigen Stahlflachschulterfelgen eingespeicht. Die schlichten Aluguß- Bremsankerplatten konnten den harten Belastungen des Gespannsports nicht standhalten. Nach der Teilnahme an der Ceska Tourist Trophy in Horice, die ich im Jahr 2000 mit der englischen Beifahrerin Cheryl Thompson bestritt, waren die Bremsankerplatten gebrochen und aufgebogen. Ich entschied mich kurzerhand eigene Bremsankerplatten aus hochwertigem Material herzustellen. Da ich nicht die Erfahrung hatte eine Gußform mit Nagativplatte herzustellen, habe ich gemeinsam mit einem Freund die äußere Kontur der späteren Bremsankerplatte aus Kunststoff hergestellt, alle erhabenen Sachen wurden aufgeklebt. Zur zusätzlichen Belüftung haben wir eine Lufthutze und Entlüftungsöffnungen angelegt, dadurch wurde es erforderlich sowohl eine rechte als auch eine linke Form herzustellen Mit diesen Formen habe ich mir einer Aluminiumgießerei ca 25 mm starke Scheiben aus ALMg 10 im Sandgußverfahren herstellen lassen. Bis aus diesem Rohling brauchbare Teile wurden sind einige Nächte und Maschinenstunden drauf gegangen. Die Grundform der Rückseite wurde auf einer Drehbank hergestellt, die verschiedenen Durchdringungen und Ebenen im inneren der Bremse mussten gefräst werden. Zu guterletzt wurden die Alublechteile der Be- und Entlüftung selbst hergestellt und bei einem ortsansässigen Thermometerhersteller goldfarbig eloxiert. Diese Arbeit wurde innerhalb von 10 Nächten und einem Wochenende, zwischen zwei Rennen erledigt, die Mühe hat sich gelohnt die Verzögerung konnte deutlich verbessert werden ohne vom historischen Status abzuweichen.