Triumph - Eine kurze Historie
Der von Deutschland nach England eingewanderte Siegfried Bettmann gründete 1884
eine Firma um mit Fahrrädern zu handeln. Die kleine Firma florierte und der tüchtige
Geschäftsmann lies sich 1886 den Namen "Triumph" als Firmen-Logo eintragen.
Ein Jahr später also 1887 stellte Bettmann den deutschen Ingenieur Mauritz Schulte ein
und schon im folgenden Jahr 1888 kaufte er eine kleine Fabrik in Coventry um in die Produktion
von Fahrrädern einzusteigen.
Ab 1902 stellte Triumph auch Motoräder her, Anfangs griff man noch auf Motoren von Fafnir(D),
Minerva(B) oder JAP(GB) zurück, doch schon 1905 konnte die erste Triumph mit eigenem Triebwerk angeboten werden.
Der 363 ccm Einzylinder-Viertakt-Motor brachte es auf stattliche 3 PS.
Bereits 1907 waren über 60.000 Motorräder auf der grünen Insel registriert und zum
ersten Mal fand auf der Isle of Man die "TT" (Tourist Trophy) statt. Auf dem zweiten
und dritten Platz landete natürlich eine Triumph! 1908 gewann die "TT" Jack Marshall
auf einer Triumph. Nirgendwo ließen sich Zuverlässigkeit und Ausdauer besser unter
Beweis stellen als bei der "TT".
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfolgte die Umstellung auf Kriegsproduktion.
Zu dieser Zeit war Triumph bereits einer der bedeutendsten Motorradhersteller in
England und konnte so über 30.000 Militärmaschinen liefern.
Nach dem Krieg ging es bei Triumph wirtschaftlich weiterhin steil bergauf.
Das Werk in Coventry war mittlerweile die Motoradschmiede Englands geworden und
wöchentlich verliesen bis zu 1000 Motorräder die Werkshallen, gefertigt von
über 3000 Mitarbeitern. Noch waren es Einzylinder mit einem Hubraum von 98 bis 500 ccm
doch das sollte sich in den 30er Jahren ändern.
Im Herbst 1937 brachte Triumph mit dem Speed Twin Motor eine neue wegweisende Motorengeneration
auf den Markt. Mit diesem Motorkonzept katapultierte Chefkonstrukteur Edward Turner die Marke Triumph an die Weltspitze,
über 50 Jahre sollte das Speed Twin Konzept das Bild der "englischen Ladies" prägen.
Mitte der 60er Jahre begann der Stern Triumphs zu sinken, das Speed Twin Motorkonzept kam in die Jahre
und immer stärker drängten die japanischen Hersteller in den Zweiradmarkt. Auch die 1969
vorgestellte 750er Dreizylinder-Trident brachte die Wende nicht mehr, dies und etliche Streiks in den 70er Jahren
liesen das Vertrauen in und das Kaufinteresse an der Marke Triumph gegen Null gehen.
Erst in den 90er Jahren lies die Marke Triumph unter ihrem neuen Besitzer John Bloor mit neuen
Modellen die Motorradwelt wieder aufhorchen.