Tourist Trophy
Dass sich das berüchtigste Straßenrennen der Welt in der Irischen See einnisten konnte, hängt mit dem ausgeprägten Eigensinn der Insulaner zusammen: Die Veranstalter wollten ihr Motorradrennen ursprünglich auf den britischen Inseln ausrichten, wo dem allerdings ein striktes Tempolimit und andere rechtliche Hürden entgegenstanden. Die Isle of Man kannte solche Beschränkungen nicht und sprang ab 1907 in die Bresche.
Die Besonderheit der TT besteht darin, dass sie auf normalen Straßen ausgefahren wird - und die sind auf der Isle of Man nicht unbedingt breit. Mit im Schnitt fast 200 km/h rasen die motorisierten Gladiatoren an den zahlreichen Zuschauern (bis zu 300.000) vorbei, auf Teilstrecken werden je nach Klasse Geschwindigkeiten von über 290 km/h erreicht, die begeisterten Zuschauer stehen oft nur wenige Meter von der als Rennpiste umfunktionierten Straße entfernt. Sandsäcke überall entlang der hügeligen Strecke sind wohl mehr als Geste denn als ernst zu nehmende Schutzmaßnahme gedacht.
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